@Axel

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • hi Axel
      Du hattest letztens mal gefragt, im Temporalis-Thread, ob ich schonmal beobachtet hätte, wie sich ein Partner um den anderen kümmert wenn dieser verletzt ist oder im Sterben liegt.
      Dies kann ich zur Zeit bei meinen Cryptoheros nigrofasciatum beobachten.
      Das Männchen liegt, Altersbedingt, im Sterben und das Weibchen bewacht ihn Tag und Nacht.


      Es weicht nur kurz zum Fressen von seiner Seite und verteidigt ihn sogar gegen andere, aufdringliche Cichliden.


      ies geht nun schon seit etwa zwei Wochen.
      Der Bock ist eifach zu schwach sich aufrecht zu halten und kippt halt immer auf die Seite und lehnt sich deshalb gern an die Aq-Ecke, das Weib ständig an seiner Seite



      Ich konnte sowas vorher noch nie beobachten, und bin sehr beeindruckt von dem Wesen und der engen Bindung dieser "Allweltcichliden"
      Respekt von mir an diese kleinen, wohl doch viel unterschätzten mittelamerikanischen Cichliden :top:
      Bilder
      • S4300053.jpg

        195,45 kB, 640×480, 333 mal angesehen
      Wenn zwei das Gleiche tun,
      ist es noch lange nicht das Selbe. ;)
      tschö, klaus
    • Hallo Klaus,

      erst mal schade zu hören das du ihn wohl verlierst. Aber das Verhalten ist wirklich toll. Ich bin beeindruckt.
      Gruß Oliver


      Niveau ist keine Creme und Stil auch nicht das Ende vom Besen und Humor ist etwas Gutartiges
      mir fehlen zum Schweigen manchmal einfach die passenden Worte ....


      !



      Fliegenfischwelt
    • oh, oh,
      danke Dirk :top:
      der Schreibfehler passiert mir des öfteren, natürlich heissen sie C-nigrofasciatum (Grünflossenbuntbarsch).
      Das sind keine Albinos, sondern die xantorische Form der Buntbarsche. Sie besitzen auch kein rotes Auge, was einen Albino auszeichnet
      Wenn zwei das Gleiche tun,
      ist es noch lange nicht das Selbe. ;)
      tschö, klaus
    • Hallo Klaus,

      vielen Dank für Deinen Bericht. Er gibt mir doch auch das Gefühl, dass ich die Beobachtungen bei meinen Cichliden richtig interpretiert habe. Gleichzeitig werfen solche Beobachtungen die Frage auf, ob wir unsere Tiere nicht verkennen. Denn normalerweise gestehen wir unseren Fischen wenig "Gefühle(?)" zu. Aber dieses Verhalten ist meines Erachtens weniger triebhaft wie z.B. Brutpflegetrieb oder Fortpflanzungstrieb. Das hat doch irgendwie damit zu tun, dass der eine Partner erkennt, dass der andere in Not ist und dass ihm irgendetwas an ihm liegt.
      Wenn das tatsächlich so richtig gedeutet ist, müsste macher seine Einstellung seinen Fischen gegenüber überdenken-

      Wie seht ihr das?

      Gruß Axel
    • Hallo Zusammen,

      meine Beobachtungen sehen zu dem Thema sehen wie folgt aus:

      Ich hatte mal vor ein paar Jahren mit meinen G.Rio Pindare ein paar Heros sp. Rotkeil in dem 390Liter Becken vergesellschaftet. Unglücklicherweise gelang ein G.Rio Pindare bei der Futteraufnahme in das Revier der Heros. Die Heros haben dieses Tier so in die Ecke gedrängt und dem Geophagus in den Schwanzflossenansatz dermassen gebissen, das es einen Tag später daran verstrab.

      Auch mit dieser negativen Erfahrung, konnte ich etwas interssantes beobachten und zwar wie vom Klaus erwähnt, konnte ich einen Zusammenhalt der Gruppe bei den G.Rio Pindare feststellen, die restlichen 3 Tiere haben dem verletzten Tier Schutz gegeben(in der anderen Ecke des Beckens) und haben es immer wieder versucht mit dem Maul zu ermutigen sich aufzuraffen. Das einzige Weibchen der Gruppe war dabei besonders auffällig.

      Viele Grüße
      Andy
      Viele Grüße aus Mainz

      Andreas





      >>--)))'> :hut: ab sofort auch bei Facebook unter f.geophagus.de und auch Videos bei YouTube unter y.geophagus.de
    • Ich hab schon relativ häufig gehört, das man Vieja synspilum, nicht mehr neu verpaaren kan, wenn einer der Partner gestorben ist. Das geht auch gewaltig in diese Richtung.

      Jetzt stellt sich bei euren Beobachtungen folgende Frage:

      Hattet ihr nur EIN Pärchen, oder mehrere dieser Arten?????

      Das würde mich mal brennend interessieren.
      Grüssle
      Andrea von der

      :mitt:
    • hi Andrea
      das war das einzige Paar von den Nigrofasciatum. Aber diese Tiere sind wohl auch nur in recht großen Becken zu mehreren zu halten, vorrausgesetzt natürlich die territoriale Aufteilung des Beckens.
      Ich denke auch, das man da schon von echten Paaren sprechen kann und nicht nur von Brutpaaren.
      Bei den Geophagen hingegen, wie von Andy geschrieben, handelt es sich ja um Gruppentiere. Aber so wie Andy es schreibt, geben sie ja auch nicht resignierend ein Gruppenmitglied auf.
      Bei den Vieja synspilum brauchte ich bisher noch keinen neuen Partner dazusetzen, ein Glück auch. Aber von den Steatocranus casuarius kenn ich das recht gut, dass sie keinen neuen Partner mehr akzeptieren.
      Wenn zwei das Gleiche tun,
      ist es noch lange nicht das Selbe. ;)
      tschö, klaus
    • Hallo zusammen...

      aus aktuellem Anlass möchte ich diese Aussage einmal aufgreifen:

      Bei den Geophagen hingegen, wie von Andy geschrieben, handelt es sich ja um Gruppentiere. Aber so wie Andy es schreibt, geben sie ja auch nicht resignierend ein Gruppenmitglied auf.

      Heute vormittag fiel mir ein Tier auf, das ziemlich verletzt war.
      Die Stirn hängt "in Fetzen" und es klafft ein gut 2 cm langer, 5 mm breiter "Schnitt" auf Höhe des rechten Auges.

      Wie das passiert ist, kann ich nicht sagen.
      Bissverletzungen eines Rochens sehen erfahrungsgemäß anders aus, sind aber auch nicht auszuschließen.
      Ich vermute eine Auseinandersetzung innerhalb der Gruppe selbst... Jagd...Flucht...Verletzung an Einrichtungsgegenständen...

      Der Geophagus zeigte sich augenscheinlich sehr geschwächt, wurde teilweise durch die Strömung abgetrieben, wich nicht aus, als andere Fische ihm zunahe kamen, torkelte... usw.

      Während er von dem Exemplar, das einer anderen Variante angehört (siehe anderer Thread), nach wie vor attackiert wurde, (der Bursche kann´s ohnehin nicht mit jedem...) schien mir das Verhalten der "eigenen" Restgruppe anders zu sein.

      Allerdings konnte ich nicht abschätzen, ob ihr stupsen und in die Ecke drängen, als "Hilfe" oder eher als "Vertreiben" zu verstehen war.

      Jedenfalls befand sich der Patient in ziemlich schlechter Verfassung und so habe ich das Tier kurzerhand separat gesetzt.
      Auch in "Einzelhaft" änderte sich sein Zustand über Stunden hinweg nicht sichtbar.
      Erst jetzt, gegen Abend, scheint die Kraft wieder zu kommen und so verhält er sich inzwischen deutlich "normaler".
    • hi Tom

      aus aktuellem Anlass möchte ich diese Aussage einmal aufgreifen


      na mach ma :D

      aber wie du schon schreibst; du weißt nicht wie und wo die Verletzung entstanden ist, und ebenso kannst du das Verhalten der übrigen Gruppe richtig deuten ?(

      vielleicht hilft es ja wenn du wenn du beobachten konntest ob das Tier vor den Stubsern geflüchtet ist oder sich einfach weiter Eholung verschaffen wollte
      Wenn zwei das Gleiche tun,
      ist es noch lange nicht das Selbe. ;)
      tschö, klaus
    • Hallo Klaus,

      schwer zu sagen.
      Ich hatte eher den Eindruck, als wäre er zu kraftlos gewesen, um überhaupt reagieren zu können.

      Nachdem es ihm vor ein paar Stunden noch deutlich besser ging, lag er eben bereits auf dem Rücken, die Atmung war deutlich verlangsamt und auf Berührung reagierte er kaum noch.

      Ich habe das Tier gerade erlöst.
    • Ich hab deshalb gefragt ob die Nigtros zu mehreren gehalten werden, weil ich bei meinen Sajicas und Meekis folgendes feststelle...es bilden sich Brutpaare, keine festen Paarbindungen, und ich vermute auch mal schwer das ein solches Verhalten wie bei den Nigros beobachtet, bei denen nicht vorkäme.

      Aber solch einen Fall hatte ich bis dato noch nicht, daher kann ich dazu noch nichts sagen. Aber ich bin echt mal gespannt....
      Grüssle
      Andrea von der

      :mitt: