Faunenverfälschung

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  • Hallo,

    es ist eigentlich nichts Neues, aber trotzdem wollte ich noch mal darauf hinweisen, dass durch die Faunenverfälschung viele Cichliden in ihrem natürlichen Habitat gefährdet, oder zumindest stark beeinträchtigt werden!

    An diesem Beispiel aus Panama kann man das auch wieder erkennen. Diese Tilapiazucht produziert etwa 1 Millionen Exemplare im Jahr, die für die Ernährung der Bevölkerung verwendet werden. Dies ist natürlich grundsätzlich eine eine gute Idee, wenn die Tiere nur in den Farmen gehalten werden.
    Leider ist es aber so, dass Tiere aus den Züchterreien ausbüchsen und dann in die Flüsse und Seen gelangen, wo sie sich z.T. stark vermehren.

    Diese hier gezeigte Tilapiazucht funktioniert wie alle dieser Zuchtanlagen. Die Becken und Teiche werden von einem Bach gespeist der druch das Grundstück fließt, hier wird das benötigte Wasser für die sehr stark besetzten Teiche entnommen. Natürlich ist das ein Kreislauf und das Wasser fließt nach "Gebrauch" wieder in den Bach zurück. Es wird darauf geachtet das keine Tilapien in den Bach geraten, so die Auskunft des Besitzers, doch ausschliessen kann er das nicht!!

    Darum sind auch unsere Arterhaltungsprogramme mehr den je wichtig!!

    Schönen Gruß
    Jochen
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  • Hallo,

    das Thema ist natürlich nach wie vor aktuell.
    Vor drei Monaten kreuzten wir im Nordosten Mexikos den Kanal Cortadura. Es ist eine künstlich gegrabene Wasserstraße, die die Bootsfahrt im oder besser gesagt ins Mündungsgebiet des Rio Panuco vereinfacht.
    Unmittelbar neben dem Bootsanleger ist ein kleines Gebäude in dem die örtlichen Fischer ihren Fang umschlagen. Wir waren natürlich neugierig was da so alles für Arten dabei sind und der Anblick verschlug uns fast die Sprache.
    Kein einziger einheimischer Cichlide war dabei. Nur große Tilapien oder Oreochromis lagen in den Wannen!
    Es ist schon erschreckend wie anpassungsfähig diese Cichliden sind.
    Wir fingen sie in warmen, sauerstoffarmen Restwassertümpeln genauso zahlreich wie in wirklich stark strömenden, kühleren Flüssen.
    Selbst in einem extrem kalten Bach, in dem bei einer Wassertemperatur von 16 °C die einheimischen Herichthys fast regungslos auf dem Boden saßen, schwammen die Tilapien noch munter umher.
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